Tag der Frauengesundheit

Bei der Forschung an Krankheiten, deren Prävention und Behandlung gibt es geschlechterspezifische Besonderheiten. Diese müssen stärker berücksichtigt werden. Forschung, Prävention und Behandlung dürfen nicht nur vom durchschnittlichen Mann als Maßstab ausgehen. Die spezifischen Bedürfnisse von uns Frauen müssen stärker in den Fokus gerückt werden. Dies ruft uns der heutige Internationale Tag der Frauengesundheit ins Bewusstsein.

Im vergangenen Dezember hat das Robert-Koch-Institut erstmals einen Bericht zur gesundheitlichen Lage der Frauen in Deutschland veröffentlicht. Er enthält umfassende und aktuelle Informationen zum Gesundheitszustand, Gesundheitsverhalten und zur Gesundheitsversorgung von Frauen. Darauf müssen wir aufbauen. Noch gibt es bei häufigen Erkrankungen von Frauen oder bestimmten Frauengruppen aber Datenlücken. Diese müssen wir schließen. Dazu brauchen wir mehr frauenspezifische und geschlechtergerechte Gesundheitsforschung und mehr Institute für Gendermedizin an den Universitäten. Und es braucht eine stärkere Sensibilisierung für das Thema Frauengesundheit in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen, Ärzten und medizinischem Personal, damit diese auch in ihrem Alltag ein stärkeres Bewusstsein für dieses Thema entwickeln.