Frieden geht nur gemeinsam

Heute vor 82 Jahren begann der deutsche Überfall auf Polen und mit ihm der Zweite Weltkrieg. Für uns ist dies ein Auftrag: Von Deutschland darf nie wieder ein Krieg ausgehen.

Politik, Diplomatie und Dialog müssen immer Vorrang haben. Deswegen müssen wir sowohl die zivile Krisenprävention als auch die internationale Zusammenarbeit stärken - gerade auch in Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft und Nichtregierungsorganisationen, denn Pandemien, globale Wirtschaft-, Finanz- und Entwicklungskrisen sowie die Folgen der Erderwärmung sind Herausforderung, die nur gemeinsam gelöst werden können. Aber auch die Bundeswehr leistet einen verantwortungsvollen Beitrag zur Sicherung des Friedens und der Verteidigung.

Dies gilt auch für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Die erschütternden Bilder der letzten Tage zeigen, dass viele Ziele des Einsatzes nicht erreicht wurden. Das müssen wir aufarbeiten und entsprechende Lehren für die Zukunft ziehen. Wir wollen in einer Enquete-Kommission das gesamte zivile und militärische Engagement in Afghanistan evaluieren. Was für Fehler gab es? Wie können wir uns unter den am Einsatz beteiligten Nationen besser abstimmen? Wie müssen militärisches und ziviles Engagement besser vernetzt werden? Muss die Zusammenarbeit verschiedener Ministerien verbessert werden? Diese Fragen müssen wir beantworten.